1 Empfang

Wissenschafts-Praxis-Dialog | bidt 20.02.2020

Transparenz in der digitalen Arbeitswelt:

Zwischen gläsernem Mitarbeiter und neuen Chancen für Empowerment

Nach einem Jahr erfolgreicher interdisziplinärer Zusammenarbeit stellen wir in München, moderiert von Barbara Langes, unsere ersten Projektergebnisse zur Diskussion. Im Fokus der Veranstaltung steht ein Schlüsselthema in der aktuellen Debatte um die Bewältigung des Paradigmenwechsels zur Informationsökonomie: der Umgang mit Daten und Transparenz in der Arbeitswelt.

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Moderation: Barbara Langes, Wissenschaftlerin am ISF München

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2 Begrüßung

Wissenschafts-Praxis-Dialog | bidt 20.02.2020

Transparenz in der digitalen Arbeitswelt:

Begrüßung

Andreas Boes und Alexander Pretschner begrüßen in den Räumen des Bayerischen Instituts für Digitale Transformation (bidt) mehr als 60 Expertinnen und Experten aus Wissenschaft, Unternehmen, Gewerkschaften, Verbänden und Politik. Das Institut hat sich zur Aufgabe gemacht, den digitalen Wandel in der Gesellschaft zu vermessen und mitzugestalten – der ideale Ort, um darüber zu sprechen, wie wir datenbasierte Innovationskulturen in der Informationsökonomie stärken und zugleich eine zunehmende digitale Kontrolle und Beherrschung von Beschäftigten verhindern können.

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Prof. Dr. Alexander Pretschner, Inhaber des Lehrstuhls für Software & Systems Engineering, TU München, Vorsitzender des bidt-Direktoriums (l.);
Prof. Dr. Andreas Boes, Vorstand am ISF München,
Mitglied des bidt-Direktoriums (r.)

3 Blick in die Praxis

Wissenschafts-Praxis-Dialog | bidt 20.02.2020

Transparenz in der digitalen Arbeitswelt:

Blick in die Praxis

Welche Rolle spielen Daten und Transparenz in der Arbeitswelt? Monika Brandl, Heidrun Kleefeld und Daniel Knapp erklären, wie Transparenz in ihrem Arbeitsumfeld erzeugt wird und wo sie wie zum Einsatz kommt. Der Blick in die Praxis zeigt: Für eine hohe Produktqualität, Innovationen, eine moderne Personalpolitik sowie den Austausch von Wissen und gemeinsames Lernen ist Transparenz heute unerlässlich. Zum Tragen kommen diese Potenziale aber nur in einer Unternehmenskultur, die den Menschen Vertrauen und Sicherheit gibt.

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Dr. Heidrun Kleefeld, Senior HR Business Partner, SAP SE (o.);
Monika Brandl, strategische Betriebsberatung, Brandl-Consulting (u.l.);
Daniel Knapp, Standortleitung Karlsruhe, andrena objects ag (u.r.)

4 Forschungsergebnisse

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Transparenz in der digitalen Arbeitswelt:

Forschungsergebnisse

Mehr Empowerment oder mehr Überwachung? Tobias Kämpf erklärt, warum Transparenz die Basis für Wertschöpfung und Innovation ist, welche ambivalenten Folgen dies für die Arbeitswelt hat und wie wir diese nachhaltig gestalten können. Sein Fazit: Will man die Potenziale nutzen und neue Formen der Beherrschung und Kontrolle verhindern, braucht es Empowerment und eine neue Vertrauenskultur. Sie lebt von Beschäftigten, die sich als aktive Gestalter von Innovationen einbringen, von Führung auf Augenhöhe und kollektiven Rechten und Regeln.

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Dr. Tobias Kämpf, Wissenschaftler am ISF München

5 Podiumsdiskussion

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Transparenz in der digitalen Arbeitswelt:

Podiumsdiskussion

Warum Inverse Transparenz? Andreas Boes, Christian Gengenbach, Thomas Hess und Alexander Pretschner erläutern ihr neues Konzept. Sie wollen die Daten und ihre Verwendung für die sichtbar machen, über die sie erhoben werden. Nur dann können die Betroffenen ihre Schutzrechte einfordern und sich souverän in moderne Innovations- und Wertschöpfungsprozesse einbringen. Um inverse Transparenz in den Unternehmen zu verwirklichen braucht es innovative Tools, neue Führungskonzepte, empowerte Beschäftigte und einen verlässlichen rechtlichen Rahmen.

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Prof. Dr. Alexander Pretschner, Inhaber des Lehrstuhls für Software & Systems Engineering, TU München, Vorsitzender des bidt-Direktoriums (l.o.); Prof. Dr. Thomas Hess, Direktor des Instituts für Wirtschaftsinformatik und Neue Medien, LMU München, Mitglied des bidt-Direktoriums (r.o.); Prof. Dr. Andreas Boes, Vorstand am ISF München, Mitglied des bidt-Direktoriums (l.u.); Christian Gengenbach, Vice President Research & Development, Software AG (r.u.)

6 Werkstätten

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Transparenz in der digitalen Arbeitswelt:

Werkstätten

Ein Blick hinter die Kulissen: In interaktiven Werkstätten informieren sich die Teilnehmenden über die Forschungsarbeit in unseren drei Teilprojekten. Gemeinsam mit Expertinnen und Experten vom ISF München sowie der TUM, LMU und Software AG loten sie die Gestaltungsherausforderungen aus zur technischen Umsetzung inverser Transparenz, zur Förderung von Empowerment durch inverse Transparenz und zu den Potenzialen, die sie für die Entwicklung neuer Managementkonzepte bietet.

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Bild in der Mitte v.l.n.r. Christian Gengenbach, Vice President Research & Development, Software AG; Valentin Zieglmeier, TU München;
Maren Gierlich, LMU München; Dr. Rahild Neuburger, LMU München;
Dr. Tobias Kämpf, ISF München; Barbara Langes, ISF München

7 Reflexion und Ausblick

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Transparenz in der digitalen Arbeitswelt:

Reflexion und Ausblick

Wie können wir die transparente Arbeitswelt gestalten? So dass die Chancen für Empowerment steigen und wir „den gläsernen Mitarbeiter“ verhindern? Mit Lars Schatilow, Kristian Schalter und Oliver Suchy positionieren sich in der abschließenden Podiumsdiskussion drei Experten für die digitale Transformation. Klar wird: Wir brauchen mehr Wissen über die anfallenden Daten, einen Schulterschluss zwischen den Sozialpartnern, frühzeitige Mitbestimmung und nicht zuletzt eine ehrliche Diskussion über die Zielkonflikte bei ihrer Nutzung.

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v.l.n.r. Dr. Lars Schatilow, Leiter Change für die DACH-Region und Associate Partner, IBM Deutschland GmbH; Kristian Schalter, Abteilungsleiter Strategie und Digitalisierung, BDA; Oliver Suchy, Leiter der Abteilung digitale Arbeitswelten und Arbeitsweltberichterstattung, DGB

8 Ausklang

Wissenschafts-Praxis-Dialog | bidt 20.02.2020

Transparenz in der digitalen Arbeitswelt:

Ausklang

Aus einem konstruktiven und offenen Austausch zwischen Wissenschaft und Praxis nehmen wir viele neue Impulse mit für Lösungen, die aus dem drohenden Gestaltungsdilemma zwischen einem nachhaltigen Datenschutz und der Förderung innovativer Innovationskulturen hinausführen können. Auf unserer Agenda steht nach der Empirie jetzt die Erprobung unseres Forschungsansatzes in der Unternehmenswirklichkeit. Wir sind gespannt auf diesen ersten Machbarkeitstest im Rahmen unseres Betrieblichen Praxislaboratoriums bei der Software AG.

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Autorin: Dr. Jutta Witte
Bilder: ISF München, Andreas Schebesta